Die große Burger Challenge

Burger Challenge Wettessen Esswettbewerb Schnitzelhäusle

Hier die „Ausschreibung“ zur Burger Challenge.

 

Eigentlich war es eher eine Pommes-Challenge. Aber eins nach dem anderen.

Am 10. November fand ein ganz besonderer „Wettkampf“ statt: Die Burger Challenge im Schnitzelhäusle in Würzburg. Mit von der Partie ist mein Kumpel Staudi, der das gleiche vor hat – es geht darum, einen Riesen-Burger samt Pommes in 20 Minuten zu verschlingen.

Natürlich ist das Ganze nicht gerade die gesündeste Idee. Aber egal, man muss auch mal etwas Neues probieren. Nie zuvor habe ich bei einem Wettessen oder Essen auf Zeit mitgemacht, also ist es einen Versuch wert! Und außer Frühstück und einem Apfel zwischendurch habe ich heute noch nichts gegessen heute, der Magen knurrt also schon mächtig.

Wir bestellen unsere Burger und bereiten uns mental vor. Am Tisch sitzen noch ein paar Freunde von Staudi, die uns moralisch unterstützen und anfeuern (und durchsagen, wie wenig Zeit noch verbleibt). Ich bestelle mir schonmal vorsorglich eine Flasche Wasser, man kann ja nie wissen. Und dann wirds ernst: Die Burger werden serviert!

 

Burger Challenge Wettessen Esswettbewerb Schnitzelhäusle

Der sieht aber ganz schön groß aus…

 

Die Chefin persönlich startet die Stoppuhr. Wir sind die ersten heute Abend, die sich an die Challenge wagen, sodass auch die Mitarbeiter ganz gespannt sind. In den ersten Minuten läuft es super. Der Burger schmeckt lecker und ich habe ein gutes Gefühl. Nach 5 Minuten ist schon der halbe Burger weg. Das sollte doch zu schaffen sein, oder? Eines ist aber bereits jetzt aussichtslos: Der bisherige Rekord liegt bei rund 12 (!) Minuten. Keine Ahnung, wie das gehen soll…

Der nächste Blick auf die Uhr. 10 Minuten sind rum. Eine dicke Scheibe Burger-Fleisch ist noch übrig. Das Ding ist staubtrocken und selbst kleine Bissen lassen sich kaum runter schlucken. Also erstmal ein paar Pommes. Eine nach der anderen. Inzwischen bin ich satt und das viele Kauen und schnelle Schlucken wird immer anstrengender.

15 Minuten. Erstmals habe ich das Gefühl, es nicht zu schaffen. Die Pommes werden einfach nicht weniger, und ich werde noch dazu immer langsamer! Staudi ist ein kleines bisschen weiter als ich, aber hat auch zu kämpfen, das trockene Fleisch runter zu würgen. Spätestens ab jetzt macht es keinen Spaß mehr. Ich kämpfe gegen den Brechreiz an und versuche gleichzeitig, die endlose Pommes-Pampe zu schlucken. Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren.

Ich nehme einen Schluck Wasser. Eigentlich dachten wir, das wäre keine gute Idee, da es den Magen zusätzlich füllt. Aber das Hauptproblem ist ein anderes: Man kann die Pommes und das trockene Fleisch einfach nicht runter schlucken. Da hilft das Wasser ungemein, denn so kann man das Zeug einfach „hinter trinken“. Später wird sich das sehr unangenehm anfühlen, da das Essen nicht richtig gekaut ist. Aber egal – Wettkampf ist Wettkampf, also runter damit.

Die 19. Minute läuft. Staudi ist so gut wie fertig. Bei mir noch ein paar Pommes und das letzte Stück Fleisch. Ich stopfe alles auf einmal rein, kann kaum noch kauen. Dann das letzte Wasser dazu und mit aller Gewalt runter schlucken. Geschafft, gerade noch so, in genau 20 Minuten! Ich muss kurz durchatmen, um den Magen zu beruhigen. Schließlich muss ja alles drin bleiben. Staudi war eine halbe Minute vor mir fertig.

Wir bekommen ein Sieger-Shirt. Dann ein paar Fotos für die Pinnwand. Nach etwa 15 Minuten fühlt sich der Magen etwas besser an. Wir bestellen uns aus Spaß noch einen Apfelstrudel, der aber ganz langsam und mit Genuss gegessen wird. Am Nachbartisch starten unterdessen die nächsten 3 Kandidaten mit der Challenge – keiner von ihnen wird es schaffen.

Doch was ist nun das Fazit aus dieser Erfahrung? Ganz einfach: Ich werde wohl nicht wieder bei einem Essen auf Zeit teilnehmen. Es hat am Anfang echt Spaß gemacht, es auszuprobieren, aber am Ende schätzt man das Essen einfach nicht mehr und würgt es nur noch sinnlos runter. Und das war wirklich sehr unangenehm.

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