So erkennt man einen Ermüdungsbruch (rechtzeitig)

Es ist eine heimtückische Verletzung. Man spürt, dass etwas nicht stimmt. Ein leichter Schmerz beim Auftreten, der bei Entlastung (anfangs) aber wieder verschwindet. Dieses Zwicken könnte alles Mögliche sein, zum Beispiel eine harmlose Verspannung. Tja, oder eben ein Ermüdungsbruch, auch Stressfraktur genannt.

 

Ermüdungsbruch Stressfraktur dumpfer Schmerz Fuß Mittelfuß

Rot markiert ist auf diesem Röntgenbild die Stelle, die mir im Juli 2015 immer wieder Schmerzen bereitet. Und was genau sieht man dort? Richtig, nichts! Man sieht nichts. Und genau das ist das Problem bei der Diagnose eines Ermüdungsbruchs im Anfangsstadium. Quelle: abfotografiertes Röntgenbild

 

Ein Ermüdungsbruch ist keine klassische Fraktur. Man hat also nicht auf einen Schlag einen hochgradigen Funktionsverlust. Stattdessen bildet sich durch immer wieder neue Belastungen langsam ein kleiner Haarriss aus, der höchstens im CT bzw. MRT oder nach einiger Zeit im Verlaufs-Röntgenbild zu erkennen ist.

Je früher man einen Ermüdungsbruch erkennt und sofort pausiert, desto besser. Aber das ist nicht ganz einfach, da die Symptome anfangs schwach ausgeprägt sind und man sich auch keine unnötige Pause auferlegen möchte, durch die jegliche Laufleistung zunichte gemacht wird. Zudem kann es im Zweifel auch eine Knochenhautentzündung sein, die beispielsweise oft am Schienbein vorkommt. Aber auch hier hilft letztlich nur eines wirklich: Sportpause! Denn im schlimmsten Fall kann sich das ganze zu einem Knochenödem entwickeln, wenn sich an de betroffenen Stelle Wasser einlagert.

 

Ermüdungsbruch Mittelfuß

Am häufigsten treten Ermüdungsbrüche im Mittelfuß und am Schienbein auf. [1] Diese Symptome sind mir aufgefallen:

● Schmerz tritt erstmals nach längerer, hoher Belastungsdauer und/oder mehreren Wettkämpfen ohne ausreichende Regenerationszeit auf

● Schmerz ist beim Auftreten oder Abrollen des Fußes dumpf und stechend zugleich; im gleichen Moment hat man das Gefühl, kurz „durchzusacken“ – so, als ob der Knochen minimal nachgeben würde und die Muskulatur es abfangen muss

● Schmerz nimmt während der Belastung zu oder bleibt zumindest gleich; eine harmlose Verspannung kann man dagegen „rauslaufen“

● kurzzeitig noch leichter Schmerz direkt nach dem Training, der anfangs wieder verschwindet

● betroffene Stelle ist ganz leicht geschwollen und/oder gerötet bzw. erhitzt, Druckschmerz beim Abtasten

● zunehmende Schmerzen bei weiteren Trainingseinheiten, nach denen der Schmerz dann auch in Ruhe auftritt

● morgens beim Aufstehen leichter Schmerz gleich beim ersten Schritt aus dem Bett; abends in Ruhe leichtes Gefühl eines Pulsierens an der betroffenen Stelle

● wichtige Beobachtung für mich persönlich: keine Schmerzen beim Schwimmen (außer Abstoßen vom Beckenrand) trotz Kraul-Beinschlag, da keine Knochenbelastung durch Gewicht/Schwerkraft; dies macht eine muskuläre Ursache unwahrscheinlich

 

Hier eine gute Zusammenfassung zum Thema Ermüdungsbruch im Mittelfuß:

Zuerst beginnen die Schmerzen schleichend, das Training ist noch machbar. Mit zunehmender Dauer der Beschwerden muss die sportliche Belastung bereits zu Beginn abgebrochen werden und die Schmerzen treten auch im Alltag oder sogar in Ruhe auf. Oft bildet sich am Fußrücken oder Vorfuß eine kleine Schwellung. Zudem kann sehr lokalisiert bei der Untersuchung ein Druckschmerz ausgelöst werden. Leider ist eine Stressfraktur im Anfangsstadium im Röntgenbild nicht sichtbar, so dass die Diagnose nicht selten verpasst wird. Erst nach 10-14 Tagen lassen sich dann entsprechende Veränderungen in einem Verlaufsröntgenbild sehen. [2]

 

Als Beispiel schildere ich mal den Ablauf meiner Verletzung. Die Ursache war wohl eine Kombination mehrerer Faktoren. Ich trainierte für einen Marathon und hatte meine Umfänge über Monate langsam aufgebaut – wohl wissend, dass es auch Regeneration braucht. Aber hinzu kamen an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden hohe Belastungen beim Ironman 70.3 Kraichgau und bei der olympischen Distanz in Kulmbach im Juni 2015. Das war wohl eine Schippe zu viel. Was das Fass zum Überlaufen brachte, war ein (unnötiger) Sprung kurz vor dem Ziel in Kulmbach, gefolgt von einem dumpfen Schmerz im Fuß beim Abdrücken vom Boden. Dieser Druck war wohl der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

 

Zielsprung Triathlon Ermüdungsbruch dumpfer Schmerz

Euphorisches Abklatschen oben am Ziel-Torbogen. Beim Absprung gab es aber einen dumpfen Schmerz, der nichts Gutes verheißen sollte. Foto: Kristin Kröker

 

Nach dem Rennen fühlte sich zunächst alles wieder gut an. Ich dachte mir nichts weiter dabei. Am Tag nach dem Wettkampf war der dumpfe, leicht stechende Schmerz beim lockeren Joggen wieder da. Ich lief nur 5 km und entschied mich, tags darauf einen Ruhetag einzulegen. Doch auch am Mittwoch und Donnerstag war der Schmerz unverändert da, sobald ich das Training begann und den Fuß belastete. Am Freitag war es so schlimm, dass ich das Lauftraining direkt beim Loslaufen abbrechen musste. Jetzt hatte ich erstmals Angst, dass es wirklich ein Ermüdungsbruch sein könnte. Am Samstag konnte ich nach der Pause am Freitag eine Stunde mit nur leichten Schmerzen laufen.

Am Sonntag stand eigentlich ein Trainingsmarathon in Fürth auf dem Programm. Optimistisch wie immer fuhr ich hin und nahm mir vor, es ganz langsam zu versuchen. Anfangs ging das auch. Doch bei 18 km wurde der Schmerz plötzlich so stark, dass ich kaum noch auftreten konnte. Jetzt war klar, dass irgendetwas richtig faul ist. Noch am gleichen Tag ging es zum Röntgen – allerdings ohne klare Diagnose, wie das Titelbild dieses Beitrags zeigt. Ich bekam 3x täglich je 600er Ibuprofen sowie eine mehrwöchige Laufpause verschrieben.

Tags darauf, am Montag, kein Sport. Am Dienstag Schwimmtraining. Und am Mittwoch dann ein un-vernünftiger Lauf über 1 Stunde, weil ich mich schon wieder besser fühlte. „Schließlich hatte man ja auf dem Röntgenbild nichts gesehen“, redete ich mir ein. Also müsste es doch gehen. Aber genau das ist eben der Trugschluss. Erneut mit dem gleichen Schmerz konfrontiert, sah ich nun endlich ein, dass nur eine absolute Laufpause hilft. Das monatelange Training für den Marathon Anfang Juli – umsonst.

 

Was kann man tun?

Optimal wäre ein CT oder MRT, aber diese Untersuchungen sind sehr teuer und werden nicht ohne weiteres nur auf Verdacht durchgeführt. Um eine richtige Fraktur auszuschließen, sollte geröntgt werden – wenn dabei nichts zu sehen ist, stehen die Chancen gut, dass mit nur wenigen Wochen Pause alles wieder gut ist.

Zu den Therapiemöglichkeiten hier eine gute Zusammenfassung:

Allen Therapien der Stressfrakturen gemeinsam ist die Reduktion der Belastung. Je nach Lokalisation sind die Dauer und weitere Maßnahmen aber sehr unterschiedlich. Am Schienbein kann es abhängig von Ort und Ausmaß zu einer Sportpause und sogar zu einer Entlastung an Stöcken von 4-12 Wochen führen. Beim Fußwurzelknochen muss oft noch zusätzlich ein Gips angelegt werden. Bei Läufern sind die Vorfußknochen 2-4 am häufigsten betroffen. Hier genügt als einfache Maßnahme eine steife dünne Carbonsohle, welche für 4-6 Wochen im Schuh getragen wird und eine ebenso lange Sportpause. [2]

 

Mit anderen Worten: Bis zur völligen Ausheilung dauert es eine Weile. Viele Ausdauersportler haben nicht die nötige Geduld und möchten zu früh wieder einsteigen – mir ging es genauso. Doch das löst leider nicht das Problem, sondern macht es eher noch schlimmer! Dass Lauftraining erstmal völlig ausgeschlossen ist, sollte klar sein. Aber was ist mit Radfahren und Schwimmen? Die Antworten darauf hängen immer von der individuellen Situation ab. So ziemlich jeder Arzt würde aber wohl empfehlen, den Sport erstmal ganz bleiben zu lassen…

Doch es gibt auch abweichende Empfehlungen:

Eine Sportpause ist nicht zwingend notwendig, aber eine Laufpause. Bei Mittelfuß- und Schienbeinbrüchen von 6-8 Wochen und bei Oberschenkel- und Beckenfrakturen von 8-12 Wochen. [1]

 

Ich habe bei meinen Verletzungen ein konservatives Minimalprogramm gewählt. Als erstes Schwimmen ohne Abstoßen vom Beckenrand (bzw. einbeinig). Nach 2-3 Wochen vorsichtiges Radtraining ohne steile Anstiege und ohne aus dem Sattel zu gehen. Dabei muss alles schmerzfrei sein, sonst sofort aufhören oder deutlich Belstung rausnehmen. Eventuell ist Aquajogging möglich – einige bei uns im Verein haben das gemacht, ich habe damit allerdings keine Erfahrung. Richtiges Joggen lieber zu spät als zu früh, am ehesten nach mindestens 2 Wochen ohne jeglichen Schmerz beim Gehen.

Wichtig ist es während der Entlastungsphase auch, keine Dysbalancen auszubilden. Klar sollte man den verletzten Fuß bzw. das verletzte Bein entlasten. Gleichzeitig ist es wichtig, nicht übermäßig viel herumzulaufen, um die gesunde Seite nicht zu überbelasten oder sich unrunde Bewegungen anzueignen, die man später schwer wieder los wird oder die zu weiteren Wehwehchen führen. Gut ist zudem ein stabiler Schuh mit fester Sohle, statt barfuß zu laufen, um Entlastung zu schaffen.

Eine letzte Frage ist noch offen: Wann und wie kann man wieder ins Training einsteigen, wenn die Verletzung ausgeheilt ist? Hierzu habe ich in der tritime einen guten Rat gefunden, der die Sache auf den Punkt bringt:

Langsamer Aufbau des Trainings sowie Quantität und Qualität vorsichtig steigern. […] Idealerweise beginnt man in den ersten beiden Wochen mit 20-30-minütigen Läufen, um dann jede Woche um weitere 10-15 Minuten pro Lauf zu steigern. Ab der 4.-6. Woche können dann auch die Intensitäten wieder gesteigert werden. [1]

 

Tipps, wie man einem Ermüdungsbruch vorbeugen kann

● aus meiner persönlichen Erfahrung entscheidend: ausreichende Regenerationszeiten nach Wettkämpfen und harten Tempoeinheiten!

● nicht nur auf Asphalt laufen; gerade bei hohen Umfängen ist weicher Waldboden deutlich schonender, aber muskulär dennoch fordernd vor allem bei hügeligem Gelände

● bei häufigem Lauftraining jedes Mal die Schuhe durchwechseln, da diese sonst schneller aushärten; zudem wirkt sich Abwechslung im Schuhwerk generell positiv aus

● ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse wirkt entzündungshemmend und der Körper bekommt gute Baustoffe zum Regenerieren und Stärken der Strukturen

● Molke-Protein und Mineralien direkt nach Wettkämpfen und harten Tempoeinheiten zuführen, um eine optimale Regeneration zu ermöglichen

● ausreichend Zeit in der Sonne verbringen für hohen Vitamin-D-Spiegel, im Winter Urlaub im Süden machen oder Vitamin-D-Tabletten nehmen

● einmal pro Woche Krafttraining mit Gewichten für höheren Testosteron-Spiegel (Kniebeuge und Kreuzheben mit freier Langhantelstange)

● einmal pro Woche eine Laufrunde mit minimalistischem Barfußschuh für starke Fußmuskulatur

● ausgedehnte Komplett-Pause von mindestens 4 Wochen am Ende der Sasion einlegen

● regelmäßige Einnahme von Ackerschachtelhalm-Konzentrat

● 1-2 Mal im Jahr eine Kur mit dem „Gelenk Paket“

● ausreichende Calcium-Aufnahme

 

Fazit

Viele Sportler haben kein Problem damit, sich bei Intervallen bis zum Anschlag zu quälen. Aber sich die Leistung mühsam über Monate antrainiert zu haben, topfit zu sein, und es dann wegen eines winzigen Risses in einem winzigen Knochen nicht umsetzen zu können – das ist schwer zu akzeptieren. Hinzu kommt, dass sich der austrainierte Körper gegen die Laufpause wehrt, denn er ist tägliches Training gewohnt. Das Ergebnis: Man fühlt sich unterfordert, ist im Alltag schlecht gelaunt und kann abends vor überschüssiger Kraft und Energie nicht einschlafen.

Das schwächste Glied in der Kette bestimmt, wie weit wir gehen können. Für mich hieß das im Jahr 2015, den Plan für 2:49 Stunden im Marathon aufgeben zu müssen. Im Herbst reicht es dann zum Glück noch für die Teilnahme an der 70.3 WM in Zell am See (mit natürlich miserabler Laufform). Am Ende bedeutet eine solche Verletzung aber auch, dass wir daraus lernen können, indem wir die Ursache der Überbelastung genau identifizieren und dann sicherstellen, diesen Fehler nie wieder zu machen! Es mag vielleicht ein Rückschlag sein, aber langfristig haben wir den Vorteil, den eigenen Körper – und vor allem seine Grenzen – ganz genau zu kennen.

Abschließend für weitere Details noch dieser Link zu einem recht wissenschaftlichen, detaillierten Artikel zu diesem Thema. [3]

Quellen:

[1] tritime Magazin, Ermüdungsbrüche (Interview), Uli Nieper klärt auf, Ausgabe 03/2017, S. 70-71

[2] Knecht, N. (2012), Ermüdungsbruch am Fuß – oft verpasste Diagnose, Zugriff am 25.06.2015, http://blog.tagesanzeiger.ch/outdoor/index.php/20603/ermudungsbruch-am-fuss-oft-verpasste-diagnose

[3] Stressreaktionen/-frakturen: Diagnose und Therapie, Zugriff am 27.11.2018, https://www.gots.org/blog/2018/02/04/stressreaktionen-frakturen/

28 Kommentare zu So erkennt man einen Ermüdungsbruch (rechtzeitig)

  1. Frank sagt:

    Oje, tut mir natürlich besonders Leid, dass das bei einem Bayernliga-Wettkampf passiert ist! Ich wünsch dir auf jeden Fall eine schnelle und gute Besserung! Und vielen Dank für die hilfreiche Info. Ich werde das auf jeden Fall im Hinterkopf behalten!

  2. MarkoMarko sagt:

    Danke Frank! Tja mitten in der Saison ist schon blöd, vor allem wenn die Form gerade top ist. Man muss halt draus lernen, dass das wenigstens nicht nochmal passiert

  3. Din sagt:

    Eine üble Geschichte. Danke für die detaillierte Schilderung. Schrecklich. Etwas, was man als Sportler absolut nicht gebrauchen kann. Gut zu lesen, dass du wieder langsam ins Training einsteigen kannst.

  4. MarkoMarko sagt:

    Danke Din! Aber naja, im Fuß ist es dann doch wieder recht schnell verheilt. Unterschenkel oder Hüfte wäre viel schlimmer…

  5. Danke für den Artikel. Obwohl ich mein MRT erst in 14 Tagen habe, fürchte ich, dass trifft auf mich auch zu. Manchmal kurz stechend, ständig bei Belastung und danach. Wobei mir eigentlich egal ist, was es ist. Hauptsache, die Ursache wird gefunden. Die ständige Ungewissheit nervt.

  6. MarkoMarko sagt:

    Leg am besten erstmal eine Laufpause ein, sonst wird das nicht besser.

    • Bereits seit 3 Wochen 🙁

      • MarkoMarko sagt:

        Oh Mist. Ich drück dir die Daumen! Wenn es bis zum MRT wieder besser ist, sieht man auf den Aufnahmen sicher noch, wie es an der Stelle verletzt war und wie weit die Heilung ist. Beim meinem Fuß gabs leider kein MRT

        • Wie kannst du dann so sicher sein, dass es ein Ermüdungsbruch war (ist)?
          Es ist alles noch ein wenig widersprüchlich. Rad fahren mit fester Sohle (also Radschuhe) darf ich, aber dehnen auch. Das ist doch irgendwie seltsam. Und von Barfuss laufen hat er auch nichts gesagt.

          • MarkoMarko sagt:

            100% sicher war ich nicht. Aber habe viel recherchiert, im Netz jede Menge Beiträge mit genau diesen Symptomen gefunden und meine Ärztin befragt. Ein paar Kumpels im Verein hatten es auch schon, und die meinten das gleiche. Je früher man schont, desto besser. Das fiese ist ja, dass es anfangs noch geht, aber immer schlimmer wird, wenn man nicht pausiert. Bei einem Lauf hatte ich dann solche Schmerzen, dass ich komplett abbrechen musste und es beim Gehen und ihn Ruhe wehtat. Wenn man pausiert, dann geht alles mit fester Sohle zuerst wieder, war bei mir auch so (ein gutes Zeichen, dass es noch nicht völlig zu spät ist). Als Radfahren schon wieder ging, musste ich beim Abstoßen vom Beckenrand beim Schwimmen aufpassen, nur das andere Bein zu nehmen. Je nach genauer Stelle des Bruchs natürlich, aber bei mir kam der Schmerz durch die Kombination von Belastung + Fußkrümmung, wie es eben auch beim Laufen ist. Daher ist barfuß keine gute Idee.

  7. Humpelstielzchen sagt:

    Hallo Marko,
    deine beschriebenen Syptome treffen haargenau auf mich zu. Ich hatte einen Knöchelbruch, der aber jetzt nach 8Wochen gut verheilt ist. Bei Physioübungen vor ca 1 Woche (Zehenstand auf dem kaputten Fuss) stechender Schmerz am 3.+.4. Mittelfußknochen, Schmerz bei jedem Schritt, ich gehe so bescheuert, dass ich schon Schmerzen im Hüftgelenk habe. Wenn ich rumgerannt bin(ca 3Std nur im Haushalt) heißer Fuß und Schmerz, der allerdings beim Hochlegen wieder abklingt. Arzt raunte was von Ermüdungsbruch. Im Bild ist wie bei dir nix zu sehen. Was meinste, wie lange ich bei größtmöglicher Schonung brauche, bis ich wieder normal laufen kann. Bin halt auch schon älter und war noch nir so fit wie`n Turnschuh (Lehrerin+ Landwirtin mit Milchviehhaltung)

    • MarkoMarko sagt:

      Leider ist das einzige, was man machen kann, den Fuß zu schonen. Am besten Schuhe mit fester Sohle und wenig bewegen (ist auch weniger Belastung für die Hüfte). Wie lange es dauert ist schwierig zu sagen, im Zweifel aber lieber 1-2 zusätzliche Wochen warten, auch wenn es schon nicht mehr weh tut. Wenn du zu früh wieder belastest, kann es sein, dass du wieder von vorn anfangen musst…

  8. Ute Hock sagt:

    Hallo Marko, ich habe, nachdem ich deinen Bericht zur Stressfraktur gelesen hatte, eine Vernunftentscheidung getroffen.
    Aufgrund des dumpfen Schmerzes in meinem Vorfuss mit leichter Schwellung und einer Stressfraktur im Mittelfussbereich in 2013 war ich diese Woche bei einem Orthopäden zum Röntgen. Natürlich ohne sichtbaren Befund. Mein Sportarzt war natürlich gerade in den Ferien, wie sollte es anders sein. Dieser andere Arzt hat mir nur für meine Freizeitschuhe eine Einlage verpasst und gemeint, ich solle, wenn ich heftige Schmerzen habe, den anstehenden WK nicht laufen. Ich war danach noch einmal trainieren und das war nicht besonders toll, weil das schlechte Gewissen und die Ahnung, es keine eine Fraktur sein, mit lief.
    Beim Abrollen habe ich leichte Schmerzen und kann einen Druckschmerz zwischen 2. und 3. Zeh auslösen.
    Jetzt, nachdem ich deine Geschichte gelesen habe, habe ich mich zur Schonung entschlossen und meinen damaligen Stabilschuh ausgekramt und angelegt.
    Denke, ich werde übernächste Woche noch mal zum Röntgen gehen, um zu sehen, ob sich ein Callus gebildet hat, daran erkennt man ja eine gewesene Fraktur.

    Gerade jetzt, wo ich so voll motiviert und hoch trainiert war und Bestzeiten im Training und zwei Wettkämpfen gelaufen bin, kann ich die komplette Berglaufserie knicke. Sch…..

    Aber Vernunft sollte schon walten. Hatte auch schon zwei Ermüdungsbrüche im Wadenbein. Vlt. kann ich ja durch frühzeitiges Schonen die Heilungszeit verkürzen und doch bis zum Juli wieder parat sein.

    Wie ist es bei dir weiter ergangen?

    lg Ute

    • MarkoMarko sagt:

      Hallo Ute, ja stimmt, je früher man einsieht, dass nur Pause etwas bringt, desto besser. Ich hatte es auch einige Tage lang nicht wahrhaben wollen. Man hofft ja erstmal, es ist nur gezerrt etc. Dann Laufpause (ich glaub es waren 4 Wochen) und langsam wieder eingestiegen. Die vorherige Laufform war natürlich erstmal weg…

      • Ute Hock sagt:

        Merci Marko für die Antwort. Ich muss jetzt halt mal den Sportarzt konsultieren und dann weiter schauen.
        Jetzt wird erst mal geschwommen, was das Zeug hält.
        lg Ute

  9. Jonas sagt:

    Hab leider schon seit 1 jahr meinen ermüdungsbruch und nichts hilft.. hab mir jetzt letzte Woche einen aircastwalker beschafft.. vll bringt das was..

    • MarkoMarko sagt:

      Ein Jahr?! Bist du sicher, dass es ein Ermüdungsbruch ist? Falls ja, müsstest du ja immer wieder schon zu früh neu belastet haben, dass es so lange nicht weggeht… Ich drücke die Daumen

      • Valeria Cirillo sagt:

        Ich leide bereits auch schon seit einem Jahr daran bei mir sind es auch mehrere knochenmarködeme in den Füssen beidseits. Trage an beiden Füssen Aircast und nichts verbessert die Schmerzen. Das zweite Mrt hat keine Verbesserung gezeigt.
        Lg valeria

  10. Mika123 sagt:

    Ich leide seit zwei Wochen unter den gleichen Symptomen am linken Mittelfuß, 2. Zeh. Ich wollte im Juni einen Lauf mitmachen und habe wohl mein Trainingspensum zu stark angezogen. Ich laufe seit einer Woche (seit dem ich die Vermutung habe) konsequent mit Gehstützen, weil mein Termin beim Orthopäden erst am kommenden Montag ist. Und ich hatte noch Glück einen so Frühen zu bekommen! Ich habe aber vielleicht noch einen Tipp aus meiner bisherigen Erfahrung:

    Ich habe zuerst gekühlt, was aber die Schwellung seltsamerweise nicht verringert hat. Dann bin ich auf Wärme (Heizdecke und Rotlichtlampe abwechselnd) umgestiegen.
    Schon am nächsten Morgen war die Schwellung weg, der Fuß hat sich heute (9. Tag nach Beginn der Schonung) endlich Schmerz- und Druckfrei angefühlt. Nur bei Belastung zieht es nach wie vor, aber weniger Schmerzhaft.

  11. Mika123 sagt:

    Eine Frage habe ich aber doch noch. Bekommt man automatisch einen Aircast-Schuh verschrieben? Muss man dann auch Thromboseprophylaxe betreiben?
    Ich laufe jetzt seit über 9 Tagen mit Gehstützen (also ich trete schon noch auf, rolle den Fuß aber nicht ab), da brauche ich diesen Aircastschuh doch nun auch nicht mehr und dann auch keine Thromboseprophylaxe, oder?
    Bis jetzt war es ja nur nervig, aber auf Thrombosespritzen habe ich ja nun wirklich keine Lust…wenn es nicht sein muss…

    • MarkoMarko sagt:

      Hi Mika, also ich habe nichts verschrieben bekommen außer einer Sportpause. In den meisten Fällen sollte das reichen (wenn man sich daran hält). Ein Aircast ist wohl eher etwas für diejenigen, bei denen es ewig nicht besser wird, siehe Kommentar von Jonas oben. Zum Thema Thrombose: Ich kann mir nicht vorstellen, dass das ein Thema ist, wenn du ansonsten normal gesund bist…

      • Jonas sagt:

        Hab Cortison, Ultraschall, Lymphdrainage, hitze/kältesalben, Bandagen etc durch.. hoffentlich wird es nicht das gleiche theater bei dir sein, wie bei mir. ganz wichtig: kein bisschen belasten.. weder rad fahren noch nix.. gute besserung

  12. Jonas sagt:

    Hi, ja also der Haarriss ist anscheinend soweit verheilt. Alledings konnte ich den Fuß nie komplett stilllegen da dies berufsbedingt nicht möglich war. Da der Arzt selbst dazu nicht in der Lage war,habe ich im Internet recherchiert und mir 10 Monate später einen Aircast Walker (Schiene) von ihm verschreiben lassen. Parallel dazu gab es dann Trombosespritzen..
    Hab das Ding 4 Wochen getragen, hat sich aber nix geändert,- deswegen wird der Fuß nun aufgebohrt um das Knochenmarködem herauszuziehen..
    Verletzung war am 11.06.2016 – jetzt könnt Ihr euch denken wie mich das nervt..

  13. Mika123 sagt:

    Hallo Marko und andere Interessiert,

    ich möchte zunächst noch mal kurz über die Ursache meiner Stressfraktur informieren und dann ein update geben, was mein Orthopäde gesagt/getan hat:

    Ich habe vor mehr als 5 Jahren ein Laufband gekauft (sehr hochwertig, steht in der Küche meiner Mietwohnung, mit den Nachbarn abgesprochen).
    Hatte auch immer schon senk-, spreiz-, knickfüße. Um mir teure Einlagen und Schuhe zu sparen habe ich vor vier Jahren mit dem Barfußlaufen angefangen, und laufe seither alle zwei- bis drei Tage knapp 30 bis 40 Minuten. Weil ich aber mal endlich einen richtigen 10 Km Lauf machen wollte, habe ich das Pensum erhöht, und das war dann wohl zuviel.
    Aufgrund dieser Umstände, und weil es auch öfter Frauen trifft, hat mein Arzt gleich auf ein MRT verzichtet und mir Physiotherapie verschrieben, über die ich mich sehr freue, weil ich mir sehr viel auch für die Zukunft an wichtigen Informationen erhoffe. Es betrifft wohl nur den Zeh neben dem großen Zeh (er sagte 2. Strahl).
    Ich muss keine Wettkämpfe laufen, aber ich kann nicht mehr mit Schuhen joggen.

  14. Conny sagt:

    Die Sympzome treffen haargenau auf mich zi, aber ich bin kein Läufer. Ich hatte in der Pflege zwei anstrengende Nachtdienste, danach fing es an, in beiden Füßen. Jetzt sind 10 Tage vergangen umd ich humple schlimmer, als meine Heimbewohner. Habe erst heute diese Seite gefunden und bin froh darüber. Wenn ich wieder frei hab werde ich zum Arzt gehen und ihm diese Seite zeigen und ihn fragen ob er glaubt, daß ich das auch hab.
    Danke also für den Beitrag im Internet. Vielleicht hilfts dem Arzt bei der Diagnose.

  15. Kristina Dr. sagt:

    Hallo ihr,

    ich habe leider das Gleiche wie ihr und stehe noch am Anfang.
    Eine Woche vor Weihnachten fing es an. Und da ging ich zu meinem Hausarzt, der mich zum Röntgen überwies. Die Woche drauf war ich beim Orthopäden und es wurde geröntgt. Nichts feststellbar. Mein Fuß war geschwollen und sehr warm. Einen Tag später bekam ich von meinem Hausarzt direkt eine Überweisung zum MRT und konnte am 27.12 schon dort hin.
    Ich spritze täglich Heparin und habe so einen dicken „Skischuh“ an und dazu Krücken. Nun ist es bei mir aber so, dass ich kein Sportler bin, sondern einfach viel mit meinem Hund laufe. Ausgangslage bei mir war wohl 3 Tage hintereinander viel Asphalt laufen mit den falschen Schuhen und zwar so Winterschuhe mit ausklappbaren Spikes.
    Ich hoffe sehr, dass es nach ein paar Wochen gut ist und alles heilt. Ich halte mich auch strikt an die Vorgaben vom Orthopäden. Allerdings ist es bei mir erst vier Wochen und davon erst die 2. Woche mit richtiger Behandlung und ich bin jetzt schon mürbe. ? Mir fehlen die Runden mit meinem Golden Retriever, das Autofahren und mein Job.

  16. Biggi sagt:

    Hallo?
    Schöne Aussichten. War gestern beim Ortophäte, Diagnose verdacht auf Belastungsbruch, bei 3 Zehen. Nächste Woche Mrt termin.
    Habe zuviel im Garten Bäume ausgegraben.
    Toll hoffe ich bekomme das schnell in den Griff.
    Hab noch soviel vor.
    Eigendlich ignoriere ich so was aber, wenn es beim laufen wehtut und dick wird undich nicht mehr in meinen Garten schaffen kann dann muss was passieren.
    Wie bekomme ich das schell wieder in den Griff ohne spähtere beschwerden?

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