Erfrischung an der Nordsee
Dieses Jahr haben wir einen echten Jahrhundertsommer. Schätzungsweise 3 Monate hat es in Würzburg nicht nennenswert geregnet. Dazu Temperaturen über 30 Grad an vielen Tagen – und an einigen sogar über 40 Grad. Die Wiesen sehen aus wie Wüsten, der Waldboden ist komplett ausgetrocknet, viele Bäume haben deutliche Hitzeschäden.
Auch mir ist es eindeutig zu heiß. Nicht nur beim Sport. In unserer Wohnung, die direkt unter dem Dach liegt, haben wir teilweise über 30 Grad. In manchen Nächten kann ich kaum schlafen, obwohl wir die Fenster komplett geöffnet haben. Es ist dringend an der Zeit für eine Abkühlung!
Da passt es gut, dass wir dieses Jahr wieder einen Urlaub an der Nordsee geplant haben. Diesmal fahren wir nach Sankt Peter-Ording, wo es den besten Strand geben soll. Aber noch wichtiger: Fast 20 Grad weniger als zuletzt in Würzburg.
Den großen Unterschied spüren wir schon bei der Anreise. Beim Umsteigen in Hamburg ist es bereits deutlich kühler und bewölkt. Und als wir in Sankt Peter-Ording ankommen, bläst uns eine steife Brise mit gelegentlichen Regentropfen entgegen. Da ich seit Wochen auf Hitze angepasst bin, fange ich gleich an, zu frieren. Also genieße ich den ersten Strandtag mit langer Hose und Pullover, darüber einer Regenjacke sowie einem Buff-Tuch, um die Ohren vor dem Wind zu schützen.

Nach 2 Tagen „Cooldown“ wird es deutlich wärmer. Es gibt strahlende Sonne, fast 30 Grad und nur noch schwachen Wind. Das perfekte Wetter für den Strand, den wir jetzt ausgiebig testen. Mein Fazit: Er wird zurecht als bester Strand der Nordsee bezeichnet. Der Sand ist sehr feinkörnig und fühlt sich richtig weich an.
Außerdem ist der Strand mehrere Kilometer lang, sodass sich die vielen Urlauber gut verteilen. Das einzige Manko ist der relativ lange Weg über die Seebrücke, den man hin und zurück laufen muss. Von unserer perfekt gelegenen Ferienwohnung im Zentrum von Bad Sankt Peter-Ording sind es knapp 1,5 km.

Neben dem Strand hat der Ort gerade für Familien noch viel mehr zu bieten: Jede Menge Spielplätze entlang der Erlebnispromenade, das Erlebnis-Hus mit einer riesigen Auswahl an Spielzeug, dazu ausleihbare Elektroautos, ein Skatepark und eine fast 50 Meter lange Rutsche. Außerdem gibt es im Ort eine Therme, die wir uns aber fürs nächste Mal aufheben.


Es gibt auch schöne Joggingstrecken durch den angrenzenden kleinen Wald sowie gut ausgebaute Fahrradwege am Deich. Ich denke also, dass wir nicht zum letzten Mal hier waren.

Außerdem unternehme ich einen Solo-Ausflug auf die entlegene Nordseeinsel Helgoland. Das hatte ich letztes Jahr in Büsum schon überlegt. Von dort legt die Fähre ab. Doch damals hatte es nicht geklappt. Micha möchte nicht mit, da ihr auf der Fähre schlecht wird. Und Leni ist zu klein für den langen Ausflug.
Erst nehme ich den Bus nach Büsum. Von dort sind es 2,5 Stunden Überfahrt. Auf Helgoland angekommen umrunde ich die Insel und die Nachbarinsel „Düne“. Die Natur und die Tiere sind imposant. Dazu gibt es viele Infos für Tagestouristen an den Tafeln am Wegesrand.

Besonders beeindruckend: Vor dem Jahr 1721 waren die beiden Inseln noch verbunden. Doch dann kappte eine extreme Neujahrsflut den Anschluss. Heute ist das Meer zwischen den Inseln auf einer Länge von knapp 1 km schätzungsweise 10 Meter tief. Man kann sich kaum vorstellen, was das damals für eine gewaltige Naturkatastrophe gewesen sein muss!
