Trick 17, wie man beim Indoor Triathlon gut abschneidet

5. März 2015
Indoor Triathlon New York YMCA
Quelle: Pixabay, Lizenz: CC0

 

Am Sonntag habe ich etwas ganz neues ausprobiert und zum ersten Mal einen Indoor Triathlon mitgemacht. In New York. An der YMCA McBurney. Während draußen arktischer Winter herrschte, konnte man dort ganz entspannt am Wettkampf teilnehmen. Mitten im Winter und mitten in einer Millionenmetropole, ein super Erlebnis!

Ich hatte einen straffen Zeitplan, denn direkt nach dem Wettkampf stand ein langer Tag mit Interviews auf der Traders Expo an. Aufstehen um 05:00 Uhr, Arbeit am Notebook für zwei Stunden, dann Frühstück im Hotel, Sachen packen und ab in die U-Bahn zur 13. Straße. Dort waren schon einige andere und warteten auf Doug, den Orga-Chef, der uns erstmal genau erklärte, wie ein Indoor Triathlon überhaupt funktioniert:

● Die Teilnehmer starten in Wellen von 9 bis 12 Uhr

● 1. Disziplin: 10 Minuten Schwimmen, so weit wie möglich

● 2. Disziplin: 30 Minuten Spinning-Rad, so schnell wie möglich

● 3. Disziplin: 20 Minuten Laufband, so weit wie möglich

● Wechselzeiten zwischen den Disziplinen gehen nicht in die Wertung ein

 

Um zu ermitteln, wer wie gut ist, gibt es für jede Disziplin eine Punkteskala von 0 bis 100. Dazu ein Beispiel vom Schwimmen (Rad und Laufen funktionieren analog):

● Angenommen, der schnellste Schwimmer schafft 30 Bahnen, das entspricht dann 100 Punkten

● Angenommen, der langsamste Schwimmer schafft 10 Bahnen, das entspricht dann 0 Punkten

● Alles dazwischen wird interpoliert: 20 Bahnen = 50 Punkte, 25 Bahnen = 75 Punkte, 29 Bahnen = 95 Punkte usw.

 

Am Ende werden die Punkte für jeden Teilnehmer bei seinen drei Disziplinen addiert, um die Ergebnisse zu ermitteln. So weit so gut. Für Schwimmen und Laufen heißt das wie beim normalen Triathlon, dass man eben einfach schnell sein muss. Aber beim Radfahren gibt es einen Trick, den ich zuvor auch nicht so genau kannte: Da man auf einem Spinning-Rad fährt und einzig die zurückgelegte Distanz gemessen wird, ist es egal, wie viel Widerstand man rein dreht – alles, was zählt, ist, wie schnell sich die Scheibe am Rad dreht. Es geht also nicht darum, wer der stärkste Radfahrer ist und die größte Wattleistung drückt. Beim Indoor Triathlon fährt der am besten, der am schnellsten kurbeln kann!

Trick 17 ist daher folgender: Nimm den Widerstand (fast) komplett raus und fahr eine Frequenz, bei der dir die Scheibe um die Ohren fliegt. Mit der zweitbesten Schwimm- und Laufdistanz bin ich am Ende Dritter geworden, da ich die extreme Trittfrequenz der anderen nicht mitgehen konnte. Der schnellste schaffte (natürlich rein theoretische) 20,5 Meilen in 30 Minuten, ich dagegen nur 17,5 Meilen. Das allein kostete – verrechnet mit der kürzesten Distanz von 13,5 Meilen – mehr als 40 Punkte, die nicht mehr aufzuholen waren.

Wer also mal einen Indoor Triathlon mitmacht, sollte vorher auf dem Spinning-Rad trainieren, wie man eine höllische Frequenz fährt. Das könnte der entscheidende Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz sein!

Quellen:

[1] JackRabbit Indoor Triathlon at The McBurney YMCA, Zugriff am 04.03.2015

4 thoughts on “Trick 17, wie man beim Indoor Triathlon gut abschneidet”

  1. Danke fuer den Beitrag Marko. Gibt es die Zeiten irgendwo als Referenz abzurufen? Dann kann ich mich mit den anderen vergleichen und schauen, wie weit hinten ich lande. 🙂

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